Aura

Format: Psychologischer Körperhorror, Feature, 100 Min., ab 16

Status: Treatment vorhanden
, auch als Vertical-Konzept

Die Geschichte nutzt das klinisch-düstere Setting einer experimentellen Trauma-Klinik und das Phänomen einer sich verselbstständigenden, energetischen Präsenz als Rahmen für eine tiefgründige Schuld- und Verdrängungsthematik. Der Film bietet eine beunruhigende Mischung aus atmosphärischem Arthouse-Horror, psychologischer Grausamkeit und der existenziellen Frage, ob das am tiefsten Verdrängte uns unweigerlich zerstört.

„The Substance“ meets „Hereditary“

Logline:
Als die Aura der Trauma-Forscherin Lena Voss sich bei einem Experiment im Labor verselbstständigt, saugt sie die dunkelsten, verdrängten Impulse einer Stadt auf. Um die Spur der Zerstörung zu stoppen, muss Lena sich den Wirten der Aura entgegenstellen und schließlich den Mut finden, sich der verheerenden Wahrheit über ihre eigene Vergangenheit zu stellen.


Zielgruppe:
Kinogänger mit einem Faible für anspruchsvollen Arthouse-Horror (A24-affines Publikum), Fans von psychologischen Thrillern sowie eine digital-native, horror-affine Community (18–35 Jahre).

Visueller Stil:
Der Film setzt zu Beginn auf stabile, klare und präzise Einstellungen einer sterilen Laborumgebung, die im Verlauf unmerklich zu driften beginnen und eine lauernde Atmosphäre erzeugen. Die visuelle Sprache wird maßgeblich durch die Farbänderung der Aura getragen, die sich von einem warmen, nebelförmigen Amber über ein kühles Weiß bis hin zu einem schmutzigen, dunklen Grün wandelt. Den emotionalen und schockierenden Gegenpol bilden die minimalistischen, aber intensiven Verfallserscheinungen der Wirte und die kontrastreichen, düsteren Großstadtbilder bei Nacht.

Ton:
Ein hochgradig atmosphärischer und beunruhigender Psychothriller, der auf Jumpscares verzichtet und stattdessen ein wachsendes, unerträgliches Unbehagen kultiviert. Der Film lebt von der klinischen, ruhigen Sprache der Figuren und einer markerschütternden Stille, die als Horrorinstrument genutzt und durch ein unheimliches, unterschwelliges Frequenz-Summen untermalt wird.

Themen:

  • Wahrheit vs. Verdrängung: Das Verdrängte rächt sich nicht einfach, es infiziert uns und unsere Mitwelt von innen heraus.
  • Die Illusion der Güte: Die Erkenntnis, dass das Monströseste an uns oft das ist, was wir selbst für unsere tiefste Empathie oder Fürsorge halten.
  • Passivität und Komplizenschaft: Empathie ohne echtes Handeln und das bewusste Wegsehen machen uns mitschuldig.
  • Menschlicher Verfall: Der physische und psychische Zerfall, wenn die Fassade der eigenen Verleugnung methodisch auseinanderbricht.
  • Trauma als Spiegel: Die Konfrontation mit der Frage, ob wir je wieder loslassen können, was einmal tief in uns verankert ist.
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